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Von Null auf IronmanSo weit Schwimmen, Radfahren und Laufen – hintereinander und an einem Tag?? Alles begann im Oktober 2005. Damals hatte ein Freund von mir - danke Alex - die Idee beim Kärnten Ironman Austria 2006 in Klagenfurt zu starten. Ironman – was ist das? Triathlon, oder? 3,8 km Schwimmen, 180 Radfahren und 42,195 km Laufen am Stück versteht sich. Als langjähriger Ausdauersportler, ich machte Orientierungslauf seit meiner Jugend, dachte ich mir, „was ein Freund kann, kann ich auch“. Für die Anmeldung zum Ironman 2006 war es schon zu spät, aber für 2007 gab es keine Ausreden. Vom (nicht ganz) Nichtschwimmer zum (auch nicht ganz) Schlechtschwimmer Was folgte waren unzählige Stunden Schwimmen, Radfahren und Laufen. Laufen und Radfahren bereiteten keine Probleme, aber Schwimmen musste erst erlernt werden. Ohne Trainer, dafür mit Schwimmbrille und vager Vorstellung der richtigen Kraulbewegung erlernte ich über den Winter 2005/2006 das Schwimmen als Autodidakt. Dass man mit der zu erwarteten Schwimmperformance keine Bäume ausreißen wird können, wusste ich, aber Ziel war es ja in erster Linie nur schneller zu sein als der ein Jahr zuvor gestartete Freund. Tausche 23° Wörthersee gegen 26° Pazifischer Ozean Nur wenige, kurze Triathlons und auch noch keinen Marathon in den Beinen wusste ich nicht, mit welcher Zeit ich rechnen konnte. Die beim Debüt am 8. Juli 2007 in Klagenfurt erreichten 8h 59 waren über 30 Minuten schneller meine optimistischste Schätzung und wer mich kennt, weiss was für eine Optimist ich sein kann. Den Sieg in der Altersklasse M25-29, den 18. Platz aller Teilnehmer und die Qualifikation für die Ironman Weltmeisterschaft auf Hawaii in der Tasche beendete ich als 27-Jähriger eine Woche danach mein Zahnmedizinstudium an der Medizinischen Universität Wien. Ein Verkehrsunfall beim Radfahren wenige Wochen vor der WM im Oktober verhinderten ein ähnlich gutes Ergebnis im Mekka des Triathlons. Trotzdem zufrieden mit meiner bei der ersten Weltmeisterschaft erbrachten Leistung begann ich im Oktober 2007 meine Berufsausübung an der Zahnklinik des LKH-Univ. Klinikums Graz, Abteilung für Restorative Zahnheilkunde und Parodontologie. Aus Hobby wird Passion Da neben der Arbeit der Sport immer noch eine zentrale Bedeutung einnahm, war mir klar, dass ich auch als Berufstätiger dem Triathlon treu bleiben würde. Über die kalte Jahreszeit wurde wieder fleißig trainiert, diesmal im Bad Eggenberg, im Leechwald und in Graz Umgebung. Was als Idee einer einmaligen Ironmanteilnahme begann, wurde zur Passion – Ziel, der Kärnten Ironman Austria 2008. Die zweite richtige Triathlonsaison begann mit ein paar kurzen Triathlons über die Olympische Distanz (1,5 km Schwimmen, 40 km Radfahren, 10 km Laufen) die allesamt ansteigende Form erkennen ließen. Am 13 Juli 2008 fand der Kärnten Ironman Austria mit einem inzwischen schon fast routinierten Langstreckentriathleten statt. Kühleres Wetter als im Vorjahr ließ einige Streckenrekorde fallen, so auch meine persönliche Bestzeit, die nun bei 8h 46 steht, eine überaus respektable Zeit für einen Amateur. Diesmal als Gesamt 17. und 2. der Altersklasse M25-29 qualifizierte ich mich erneut für die am 11. Oktober auf Big Island, Hawaii, stattfindende Weltmeisterschaft. Was die Vulkaninsel dieses Jahr bereithalten wird, wird sich zeigen. |